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24 Mrz 2010

Befragt: Sascha Dietze

Kurz vor meiner Abreise in die Offline Weeks, zählte mein “Twitter Follower Status” den eintausendsten Follower. Warum ich “twittere” hatte ich im vergangenen Jahr ja bereits in einer Blogpost geschrieben. Diesmal interessierte mich, wer mir da als Nummer 1.000 eigentlich folgt… Ein kurzer “Rundumschlag”:

Der Mann ist als sascha_says unterwegs, ist ein Kind des bergischen Landes, wohnt mit Freundin und 3 Katzen in Düsseldorf und steht kurz vor einer steilen Karriere als Hobbyfotograf. Außerdem bloggt er als Erasmus30 und ist technischer Fachredakteur… Grund genug ihm ein paar Fragen zu stellen:

Hi Sascha, warum twitterst Du?
Warum ich twitter, frage ich mich oft selbst. Mein Mitteilungsbedürfnis hält sich dort im Vergleich zu vielen anderen in Grenzen. Aber: Ich bin immer wieder von der Informationsflut beeindruckt. Die Mischung aus erheiternden Tweets über Privates, informativen News-Tweets und interessanten Tweets rund um das Thema Social Media macht für mich den Reiz der Sache aus. Außerdem bin ich gespannt, wie sich Twitter und andere Dienste weiter entwickeln werden.

Ich hab gesehen, daß Du auch blogst. In Deinem Blog Erasmus30 geht’s in erster Linie um Technik. Was ist Deine Triebfeder?
Mein Blog. Der Blog ist ehrlich gesagt noch immer eine Baustelle, die ich – je nach Zeit – pflege, wenn auch eher stiefmütterlich. Erasmus30 begann als Versuch, von Zeit zu Zeit über andere Dinge bzw. einfach anders zu schreiben als ich es in meinem regulären Job tue. Das fing während meiner Ferien auch enthusiastisch an, der Tatendrang stagnierte aber schnell, weil ich mich einfach wieder wichtigeren Dingen zuwenden musste.
Das Thema Mobilfunk ist mir seit meinem vorigen Job sehr vertraut und begleitet mich seither. Die Themenwahl lag deshalb zwar nahe, allerdings bin ich mir auch der Tatsache bewusst, dass es mittlerweile einfach zu viele Blogs über Mobilfunk und Co. gibt.
Solange ich also beruflich anderweitig gut eingespannt bleibe, werde ich diesen Blog oder auch andere Projekte, die mir im Kopf umher schwirren, vermutlich weiterhin ganz, ganz nebenbei verfolgen.

Deine neuste Errungenschaft ist eine Canon EOS 50D. Dein neues Steckenpferd ist also die Fotografie. Was erwartest Du Dir davon?
In Sachen Fotografie habe ich in der Tat gewisse Erwartungen. Bisher war ich mehr oder weniger eifriger Kompaktkamera-Knipser. Zum einen hatte ich mich nie intensiver mit Fotografie auseinander gesetzt, zum anderen waren mir Spiegelreflex-Kameras einfach zu schwer. Heute sehe ich das etwas anders – nicht zuletzt dank meiner Arbeit. Bei Rechercheterminen laufe ich in der Regel mit Diktiergerät und Kamera auf. Schnell wurde mir klar: Die gute Kamera meines Chefs macht zwar auch mit der Programmautomatik ganz passable Fotos, aber für einen professionellen Auftritt in Kundenmagazinen reicht das nicht. Mir fehlt einfach das Know-how.
Im Job ist das nicht so dramatisch, weil wir einen guten Fotografen haben, aber privat habe ich nach diesen Erlebnissen Blut geleckt. Relativ spontan habe ich mir einen Foto-Lehrgang in Buchform besorgt, mich in diversen Blogs und Communities näher informiert und erkannt, dass ich wohl doch mehr Spaß an tiefgründiger Fotografie haben könnte. Extreme Trekking-Touren, bei denen ich nur auf Gewicht achte, kommen zudem nur noch selten vor, so dass ich auch mit dem Gewicht leben kann.
Meine fotografische Zukunft stelle ich mir folgendermaßen vor: Wie gehabt werde ich auf Reisen und Ausflügen Motive sehen und fotografieren, möchte aber dann wissen, was ich da eigentlich mache und nicht auf Glückstreffer hoffen. Wenn ich meine alten Fotos sehe, glaube ich einfach, dass da noch eine Menge Optimierungsbedarf besteht. ;)

Gibt es irgendwas wovon  Du die Welt gern überzeugen würdest?
Wovon ich die Welt gerne überzeugen würde… Weltfrieden wäre etwas platt formuliert, aber der Wunsch unzähliger Miss-Wahl-Teilnehmerinnen ist nicht weit von meiner Ansicht entfernt. Ich bin einfach der Meinung, dass es zu viele Konflikte gibt. Religionen, Staaten, Völker, Parteien, Stämme, Familien, Nachbarn, Freunde, Paare – überall streiten sich Menschen, oft über ziemlich belanglose Dinge. Manchmal würde es schon helfen, sich einfach mal weniger über etwas oder jemanden aufzuregen und stattdessen gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Das wäre mit Sicherheit produktiver und würde manch einen vor Herzattacken bewahren.

Der Mann macht auf mich einen guten Eindruck. Also Folgt und lest ihn unter und auf:

Twitter: sascha_says
Posterous:  erasmus30.posterous.com/
Blog: www.erasmus30.de

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