Warum uns “Vorstadt-gigantische-Küchenwelt-Erfahrungshäuser” immer wieder mit würdelosem Gestaltungskrebs überziehen bleibt mir ein Rätsel.
Ein Blick auf den bunten Typografie-Krieg im A3 Format macht einen ja nicht wirklich schlauer! Man weis auf Anhieb gar nicht ist es jetzt Teppich, Aida, 5 Jahre Discount oder Küche oder was? Hauptsache schön bunt immer mal wieder Superlative aufs Blatt gefeuert: “sensationell”, “gigantisch”, “zusätzlich”, “riesig”… riesige Jubiläumsgewinnspiele” machen sie ja alle Und die Größe der Rabbattziffern in Gelb ist auch immer gleich.
Bei diesem Schmuckstück hab ich jedoch sogar dreimal hinschauen müssen, wer mich mit seiner Gestaltung beehrt: “Möbelhaus Brümmerhof” und “Brümmerhof Küchenwelt”! Ich finds schon mal beruhigend zu wissen, daß es da offenbar zwei Einrichtungshäuser des selben Inhabers gibt. Warum er jedoch einmal “Trajan” und einmal “Arial Bold” mit bösem Kapitälchen zum “Brümmerhof-Swusch” kredenzt bleibt sein Geheimnis!
Ich möchte einmal im Leben mit einem Verantwortlichen darüber reden ob er wirklich glaubt, daß seine Investition ihr Ziel erreicht!


Dem Altonaer Karstadt ging es bereits vor einigen Jahren an die Wäsche – lange bevor Arcandor sich selbst ruinierte. Seitdem rottet das Gebäude mit dem wunderschön zeitlosen Namen “Frappand” (kommt das eigentlich von “frappierend”?) vor sich hin. Doch Hamburg wär nicht Hamburg, wenn sich da nicht ein paar begabte Streetart-Künstler finden würden um dem Ganzen wenigstens ein wenig Würde zu verleihen. Bei meinem letzten Besuch habe ich ein paar Eindrücke festgehalten, die ich Euch gern vorstellen würde:
Was uns so manches abscheuliche Photoshop-PlugIn in den 90ern angetan hat, erlebt momentan eine Renissance: 



